Manchmal gibt es Dinge im Leben, die man nicht kaufen kann. Also muss man sie selbst machen.
So ist es mir jedenfalls mit meinen Instrumenten gegangen, die ich hier zeigen möchte.

In den 1990er Jahren hatte ich mir in einem Anflug von musikalischer Überheblichkeit eine frickelige ABM-Pedalsteel gekauft. Habe sie aber nicht lange behalten. Meine musikalischen Fähigkeiten reichten für ein geschmeidiges Spielen sowieso bei weitem nicht aus. Zu viele Saiten, zu viele Pedale, zu viele tonale Möglichkeiten. Zumal ich durch eine Fuß-
erkrankung nicht wirklich in der Lage bin, die Pedale im Sitzen komfortabel zu bedienen.
Ich fand aber den Sound so interessant, dass ich letztlich Instrumente für mich „erfunden“ habe, die meinen körperlichen, musikalischen und gestalterischen Anforderungen gerecht wurden. Und irgendwie ist dabei alles ganz anders geworden, als es bei „normalen“ Pedalsteels so üblich ist.

Eigentlich sind es Lapsteels mit ein paar Pedalen.
In der Regel mit nur sechs übersichtlichen Saiten, in einer mir vertrauten E-dur-Stimmung. Das Volume-Pedal ist mit dem linken Fuß zu bedienen. Alle Saiten-Pedale mit dem rechtem Fuß. Davon ein Pedal, das mal schnell eine Subdominante zaubert und ein freundlicher Kniehebel, der in jeder Lage einen molligen Akkord fabriziert. Und das alles mit einer Technik die heute eher antiquiert scheint. Einfachste und robuste Technik, wie aus den Anfängen der Pedalsteels in den 50er Jahren.
Funktioniert aber prima!
Viel Spaß!  Heico